Methode – Sprache als Kompass
Diese Seite beschreibt den Denk- und Arbeitsansatz von „Sprache als Kompass“, von dem alle Texte, Projekte und Veröffentlichungen ausgehen.
Sprache ist Orientierung.
Sie wirkt, bevor entschieden wird.
Wort-Fee arbeitet mit Sprache als Orientierungsinstrument.
Der Ansatz: Sprache als Kompass folgt keiner Schablone, sondern dem jeweiligen Kontext. Er dient der Orientierung in Situationen, in denen Entscheidungen unter Druck entstehen – dort, wo Sprache Wirklichkeit formt, Handlungsspielräume eröffnet oder begrenzt.
Worum es geht
Sprache als Kompass ist keine Methode im Sinne eines festen Ablaufs. Sie ist ein Denk- und Arbeitsrahmen für Situationen, in denen Sprache mehr ist als Kommunikation: ein strukturierendes Moment von Wahrnehmung, Entscheidung und Verantwortung.
Im Zentrum steht nicht die Optimierung von Kommunikation, sondern die Frage, wie Sprache wirkt, bevor gesprochen, entschieden oder verhandelt wird.
Grundannahmen
Der Ansatz beruht auf einigen grundlegenden Annahmen:
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Wahrnehmung ist keine Meinung.
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Entscheidungen sind vorhanden – ihre Begründungen variieren.
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Sprache erzeugt keine Lösungen, sondern Sichtbarkeit.
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Orientierung ist nicht Beruhigung, sondern Klärung von Tragfähigkeit.
Diese Annahmen bilden den Rahmen für die modulare Struktur der Methode.
Die modulare Logik
Sprache als Kompass arbeitet mit thematischen Modulen.
Diese Module sind keine Schritte eines Prozesses, sondern Beobachtungs- und Arbeitsräume,
die je nach Situation einzeln oder in Beziehung zueinander genutzt werden können.
Eine feste Reihenfolge ist nicht vorgesehen. Entscheidend ist der jeweilige Kontext.
Die Module
Modul 1 – Wahrnehmung
Was wirkt, bevor gesprochen und entschieden wird?
Dieses Modul richtet den Blick auf implizite Wirkfaktoren: Atmosphären, Zuschreibungen, Erwartungen
und Sprachmuster, die Entscheidungen vorbereiten, ohne benannt zu sein.
Modul 2 – Klärung
Wovon wird tatsächlich gesprochen – und wovon nicht?
Im Zentrum steht die sprachliche Differenzierung: Begriffe, Bedeutungen, Verschiebungen und Leerstellen, die Verständigung ermöglichen oder verhindern.
Modul 3 – Sicherung
Welche Entscheidung trägt im Raum?
Dieses Modul fokussiert auf Tragfähigkeit: Welche Entscheidung ist unter den gegebenen Bedingungen verantwortbar – sprachlich, strukturell und situativ?
Modul 4 – Reflexion (optional)
Dieses Modul dient der Vertiefung und Rückbindung. Es ermöglicht Abstand, Einordnung und die bewusste Weiterentwicklung des eigenen Umgangs mit Sprache.
Materialien
Zur eigenständigen Auseinandersetzung stehen begleitende Texte und Materialien zur Verfügung, darunter frei zugängliche Whitepaper sowie vertiefende Buchpublikationen im Werkraum.
Alle Inhalte verstehen sich als Einladung zur eigenen Reflexion.
Vertiefung & aktuelle Ausarbeitungen
Die White Paper bieten einen kompakten Überblick über Denkrahmen und Module.
Die ausführliche theoretische Ausarbeitung sowie die fortlaufende Weiterentwicklung erfolgen in den Gedankenwelten.
→ Zu den aktuellen Beiträgen „Sprache als Kompass“